ZV26-087VGV OFFEN
Projektbeschreibung: Die ehemalige katholische Pfarrkirche St. Lambertus in Bürgewald (ehemals: Morschenich-Alt) soll mit den angrenzenden Objekten Pfarrhaus, Pfarrheim und Trauerhalle sowie den umgebenden Freianlagen zu einem "neuen gemeinschaftlichen Ort" des Dorfes umgebaut werden. Das Gesamtprogramm umfasst ca. 1.360 m2 BGF und ist auf fünf größtenteils eingeschossige Baukörper mit Teilunterkellerung verteilt. Zu den künftigen Nutzungen gehören u.a. ein Versammlungsraum für ca. 150 Personen, ein Treffpunkt mit Kochgelegenheit ("Dorfküche"), ein Pavillon mit Multifunktionsräumen ("Zukunftswerkstatt"), eine Werkhalle ("Haus des Machens") sowie ein Wellnessangebot ("Dorfsauna"), jeweils inkl. Nebenräumen, Sanitäranlagen und Büros. Beschreibung der freiberuflichen Leistung: Die hier ausgeschriebenen Leistungen umfassen die Technische Ausrüstung gem. Teil 4, Abschn. 2, §§53 ff HOAI (2021) in den Leistungsphasen 1-9 sowie besondere Leistungen in den LPH 2, 3, 5 und 9 in den Anlagengruppen 1-8. Die Beauftragung erfolgt stufenweise, d.h. zunächst für die LPH 1-5 und optional für die LPH 6-9. Die besonderen Leistungen betreffen u.a. das Erstellen und Fortschreiben des technischen Teils eines Raumbuches, die Leerrohrplanung mit besonderem Aufwand (auch in Bezug auf vorgefertigte Holzbauelemente), das Energiemonitoring innerhalb der Gewährleistungsphase, die Mitwirkung bei den jährlichen Verbrauchsmessungen aller Medien, den Vergleich mit den Bedarfswerten aus der Planung sowie Vorschläge für die Betriebsoptimierung und zur Senkung des Medien- und Energieverbrauches.
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Die Ausschreibung ist in 1 Lose aufgeteilt; Angebote sind je Los oder für mehrere Lose zulässig.
| Los | Leistung | Ausführung |
|---|---|---|
| LOT-0001 | Neuer gemeinschaftlicher Ort in Bürgewald - Technische Ausrüstung gem. Teil 4, Abschn. 2, §§53 ff HOAI (2021) Das Projekt erfordert eine vollständige Neuplanung der Technischen Ausrüstung der ehem. Kirche und der Nebengebäude mit dem Ziel einer Klimaneutralität im Betrieb (genereller Verzicht auf fossile Energieträger). Besondere Herausforderungen des Projekts liegen u.a. in der Tatsache, dass die TGA in der ersten Betriebsphase mit der vorhandenen, veralteten Infrastruktur kompatibel sein muss, langfristig aber in eine neue, sektorübergreifenden Infrastruktur integriert werden soll (u.a. Nahwärmenetz, Smart Grid). Zusätzliche Herausforderungen liegen in der Vorschädigung der Kirche durch ein Brandereignis, dem teilweise mangelhaften Erhaltungszustand der Bestandsgebäude sowie den ermittelten Schadstoffvorkommen und Verunreinigungen. Teile der Kirche sowie das Erdreich des gesamten Planungsgebietes stehen unter (Boden-) Denkmalschutz, so dass die Planung und Ausführung erdverlegter Versorgungsleitungen in Abstimmung mit den Fachbehörden erfolgen müssen. Da das Projekt öffentlich gefördert wird, sind die Förderbedingungen, u.a. in Bezug auf Nachhaltigkeit, Klimafreundlichkeit, Energieeffizienz und Barrierefreiheit verbindlich einzuhalten. Darüber hinaus soll das Projekt ein Pilotprojekt im Bereich des zirkulären Bauens werden, bei dem Baustoffe und Bauelemente aus dem Bestand z. T. wiederverwendet oder über Baustoffbörsen weitervermittelt werden ("Urban Mining"). | Nov. 2026 – Dez. 2029 |
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