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Management des Wasserdargebotes im Kontext der Teichbewirtschaftung in der Oberlausitz unter Berücksichtigung des Strukturwandels - Teilprojekt 4 B: Hydrologische Modellierung

Ausschreibende Stelle
Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen Betrieb Spree/Neiße
Leistungsort
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Angebotsfrist
16. September 2026, 08:00 in 23 Tagen
Leistung
CPV 71300000
Original
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Lose

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Los Leistung Ausführung
LOT-0001 Management des Wasserdargebots im Kontext der Teichbewirtschaftung in der Oberlausitz unter Berücksichtigung des Strukturwandels - Teilprojekt 4 B: Hydrologische Modellierung Vor dem Hintergrund eines prognostizierten zurückgehenden Wasserdargebotes durch Klimawandel und Braunkohleausstieg empfiehlt es sich, alle Möglichkeiten zur optimalen Nutzung des verfügbaren Wasserdargebots in der Lausitz auszuschöpfen. Die zahlreichen von der Binnenfischerei (Teichwirtschaften) genutzten Teiche und Teichgruppen im Einzugsgebiet der Spree und der Schwarzen Elster sind mit ca. 70 Mio. m³ Wasservolumen ein relevanter Wassernutzer. Im Rahmen ihrer Bewirtschaftung werden diese regelmäßig im Frühjahr gefüllt und im Herbst abgelassen. Der verdunstungs- und versickerungsbedingte Zusatzwasserbedarf sowie die fischereiwirtschaftlich notwendige Durchleitmenge während der Bewirtschaftungsperiode wird aus der fließenden Welle des Vorfluters gedeckt. Die Teichwirtschaften sind somit fester Bestandteil des Wassermanagements der Spree und der Schwarzen Elster. Zudem stellen die Teichwirtschaften einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor der Region dar und haben mit einer 750-jährigen Tradition eine sehr hohe kulturhistorische Bedeutung. Durch sie wird ein wichtiger Beitrag für den Naturschutz geleistet. Das UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist Teil des Naturraumes Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Zur Optimierung des Wassermanagements im Untersuchungsgebiet sind detaillierte Informationen über die Bewirtschaftung der Teichwirtschaften von essentieller Bedeutung. Mit den vorliegenden Informationen ist es möglich, eine hydrologische Modellierung durchzuführen, bei dem der konkrete Wasserbedarf der Teiche aber auch das Potential der Teiche (Entleerung der Teiche) berücksichtigt bzw. ermittelt werden kann. Mit diesem Modell sollen Aussagen getroffen werden, wie die Teichwirtschaften unter Berücksichtigung des potentiell geringeren Wasserdargebots optimal bewirtschaftet werden können. Ferner sind Aussagen zu treffen, mit welchen Einschränkungen gerechnet werden muss, aber auch welche Potentiale Teichwirtschaften besitzen, um im Falle von Niedrigwassersituationen genutzt zu werden. Das Projekt ist in vier Teilprojekte untergliedert: 1. Entwicklung Datenbank 2. Erfassung Fachdaten 3. Webportal als Austauschplattform 4. Satellitenauswertung und hydrologische Modellierung A. Anpassung und Anwendung des WaterMaskAnalyzer zur Ermittlung der Wasserflächen von Teichen in der Oberlausitz B. Hydrologische Modellierung Im 4. Teilprojekt Teil B ist eine hydrologische Modellierung des Wasserhaushalts unter Einbe-zug des Wassermanagement der Teichwirtschaften im Untersuchungsgebiet vorgesehen. Im Ergebnis sollen bspw. Aussagen zur Optimierung der Teichbewirtschaftung getroffen werden. Das Ziel des 4. Teilprojektes Teil B ist die Erstellung eines hydrologischen Modells für ein exemplarisches Untersuchungsgebiet. Das Untersuchungsgebiet umfasst • das Einzugsgebiet der Kleinen Spree von Spreewiese bis zum Wasserspeicher Lohsa I Mit diesem Modell soll das Wasserdargebot berechnet und dem Wasserbedarf der Teichwirtschaften gegenübergestellt werden. Dazu sind verschiedene Fragestellungen zu untersuchen, bspw.: • Welche Menge Wasser wird tatsächlich gebraucht? • Wie viel Wasser steht beim Ablassen der Teiche zur Verfügung? • Wie hoch sind die Verluste durch Verdunstung und Versickerung? • Wie hoch ist der optimale Anteil der Durchleitmenge der Teiche? Mit den Ergebnissen sollen Aussagen zur Optimierung der Teichbewirtschaftung erarbeitet werden. Ferner ist geplant, mit Hilfe der Ergebnisse ein Niedrigwasserkonzept für das Untersuchungsgebiet zu erarbeiten und Empfehlungen für ein Messstellenkonzept zu geben. Dabei sollen die hydrologischen/technischen/organisatorischen Möglichkeiten erarbeitet werden, die durch die Teiche bestehen, um bei Niedrigwassersituationen die Wasserbewirtschaftung zu optimieren. Soweit in dieser Aufgabenstellung oder den Vergabeunterlagen auf Technische Spezifikation (z. B. nationale Normen, mit denen europäische Normen umgesetzt werden; europäische technische Bewertungen; gemeinsame technische Spezifikationen; internationale Normen) Bezug genommen wird, werden auch ohne den ausdrücklichen Zusatz: „oder gleichwertig“, immer gleichwertige Technische Spezifikationen in Bezug genommen. Nov. 2026 – Sept. 2027

Vergabeunterlagen

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Verfahren

Verfahrensart
VGV
Veröffentlicht
11. August 2026
Angebotsfrist
16. September 2026, 08:00

Vergabestelle

Stelle
Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen Betrieb Spree/Neiße
Kontakt
betrieb.sn@ltv.sachsen.de
Original
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